Hersteller
Jutesack und farblose Ökogewänder? Umweltfreundliche Mode geht auch anders – das beweist das Label bleed organic clothing. Die junge Street- und Sportswear-Marke präsentiert lässige Bekleidung auf natürlicher Basis, ohne in Sachen Style Abstriche zu machen. Dabei verbindet das Unternehmen progressives Design mit Qualität und Funktion. Die Macher, allen voran der Gründer Michael Spitzbarth (30), kommen aus der Skate-, Snowboard- und Surfszene. Sie lieben Extremsportarten in freier Natur und wollen diese bewahren. Dabei setzen sie schon mit ihrem Firmennamen ein Statement: „bleed“ – die Natur soll zugunsten ihrer Mode nicht „bluten“ müssen. Auch Nachhaltigkeit ist deshalb ein wichtiges Thema. Nach dem Motto „Sustainability is not a crime“ werden alle Kollektionsteile aus natürlichen und naturnahen Materialien gefertigt. Zum Einsatz kommen unter anderem ökologisch angebaute Baumwolle und – ganz aktuell – auch Tencel (eine besonders nachhaltig hergestellte Viskose aus Cellulose von Eukalyptusbäumen) und Hanf. Für besonders anspruchsvolle Sportswear werden recycelte Materialien wie Polyester aus PET-Flaschen verwendet. Dank einer Zusammenarbeit mit Sympatex sind alle Jacken mit einer PTFE (Teflon)-freien Membran ausgestattet, die umweltfreundlich produziert wird und dem bluesign- Standard entspricht.
Warum verantwortungsvoll?
GOTS
Das Textilsiegel Global Organic Textile Standard (GOTS) wurde vom Internationalen Verband der Naturtextilwirtschaft (IVN) (Deutschland) zusammen mit der Soil Association (SA) (England), der Organic Trade Association (OTA) (USA) und der Japan Organic Cotton Association (JOCA) (Japan) entwickelt. Das Siegel entspricht in seinen Qualitätskriterien dem Kennzeichen IVN-zertifiziertes Naturtextil. Das bedeutet, dass bei Kleidungsstücken aus Naturfasern (z. B. Baumwolle, Leinen, Seide) in der Produktion und entlang der gesamten Produktionskette auf den Einsatz bedenklicher Chemikalien in der Faserverarbeitung und Textilveredelung verzichtet wurde. Auf sämtlichen Stufen der Verarbeitungskette ist gewährleistet, dass ökologische und konventionelle Fasern nicht vermischt und die ökologischen Fasern nicht kontaminiert wurden. Es wurden solche Farbstoffe und Hilfsmittel gewählt, deren toxikologischen und ökologischen Wirkungen geprüft sind und die als unbedenklich eingeschätzt werden. Gebleicht wird nur in Ausnahmefällen, und wenn, dann nicht mit chlorhaltigen Chemikalien, sondern mit Sauerstoff. Ausrüstungen erfolgen in erster Linie auf mechanische, thermische und physikalische Weise und nicht auf chemischem Wege.
Vegane Produktion
Bei der Herstellung dieser Produkte wurde auf alle tierischen Komponenten in der Produktion verzichtet. Beispielsweise kann anstelle tierischem Leder recyceltes Polyurethan zum Einsatz kommen oder Perlmutt- oder Hornknöpfe durch Steinnuss ersetzt werden. Bei Jacken werden ebenfalls Daunen als Isolierungsmaterial kategorisch abgelehnt.
Rezensionen