recolution

wear your attitude

Mode

Manchmal macht ein Buchstabe den Unterschied: „recolution“ ist eben nicht „revolution“ – und Mode ist nicht Politik. „recolution“ ist ein Modelabel – allerdings schon ein ziemlich revolutionäres. Und ein ziemlich politisches.

„Die Marke steht für ökologisch und fair produzierte Streetfashion, Kreativität, soziales Engagement und bunte Städte“, sagt Robert Diekmann. Der 30-Jährige hat nach seinem Abschluss als Außenhandelskaufmann seinen Bachelor in Sozialökonomie gemacht und gerade noch mit dem Master „Entrepreneurship“ angefangen. Und er hat zusammen mit seinen beiden Freunden Nikolaus Stränz (31) und Jan Thelen (30) das Start-up „recolution“ gegründet. Nikolaus hat Bankkaufmann gelernt und dann ebenfalls Sozialökonomie studiert. Jan ist gelernter Hotelfachmann und studierter Kommunikations-Designer.

Die drei Hamburger wurden Unternehmer, um ihre Einsicht von der Notwendigkeit einer nachhaltigen Produktion und ethischen Konsums in die Tat umzusetzen. „Wir wollten schon immer etwas Eigenes auf die Beine stellen, etwas, das uns Spaß macht und darüber hinaus noch Sinn ergibt“, sagt Robert. „Mit Leidenschaft und Kreativität“, ergänzt Jan. „Gerade in der heutigen Zeit finden wir es wichtig, aktiv an der Gestaltung unserer Wirtschaft mitzuwirken und dabei ökologische, faire und soziale Alternativen für vorhandene Produkte anzubieten. „recolution“ steht mit unseren persönlichen Einstellungen, unserem Lebensstil sowie unseren Werten in Einklang. Wir wollten nicht nur auf die Missstände hinweisen, sondern die gewünschten Veränderungen selbst herbeiführen.“

 

Vielleicht ist das das Revolutionäre an den drei Jungunternehmern von „recolution“: Sie sind nicht auf die schnelle Mark aus, sondern auf die Nachhaltigkeit ihrer Produkte. Natürlich wollen sie auch Gewinn machen, aber ihre Kunden und die Umwelt sollen bei dem Deal ebenfalls gewinnen. Die drei jungen Modemacher wissen: Die herkömmliche Textilproduktion kennt viele Verlierer, aber nur wenige Gewinner. Durch den Einsatz von Giften und Chemikalien im gesamten Herstellungsprozess nehmen Mensch und Natur Schaden, zudem gehören Kinderarbeit und Ausbeutung bei vielen Produzenten zum Alltag.

Ein Jahr hat es nach der Eintragung des jungen Unternehmens ins Handelsregister gedauert, bis das Geschäft von „recolution“ jetzt so richtig in Schwung kam. Ein Jahr, um die Geschäftspartner zu finden, die die gewünschte Bio-Baumwolle nach dem strengen GOTS (Global Organic Textile Standard) anbauen und verarbeiten. Um die Schneider zu finden, die die Bio-Baumwolle in Tanktops, T-Shirts, Hoodies und Zipper verwandeln, deren Schnitte, Farben und Motive die drei jungen Modemacher selbst kreieren. Und das in höchster Qualität und dabei zu fairen Preisen – „keine gängige Kombination“, stellt Nikolaus fest. „Das wichtigste Kriterium für ökologische Kleidung ist deren Langlebigkeit. Wir wollen hochwertige und zeitlose Streetwear anbieten, die ihrem Besitzer lange Freude bereitet und nicht nach wenigen Monaten bereits wieder ausgedient hat.“ Die Philosophie vom ökologischen Wirtschaften, die die drei Hamburger mit „recolution“ in die Tat umsetzen, hört bei der Produktion nicht auf. Eine umweltfreundliche Verpackung, ein klimafreundlicher Versand, der Ökostromanbieter und eine nachhaltige Bank sind im im Lieferumfang eingeschlossen. Um die Städte bunter zu machen, hängen die drei Hamburger an jedes Kleidungsstück statt des gewöhnlichen Preis-Etiketts lieber eine Tüte mit Bio-Sonnenblumensamen .

 

So „modern“ die drei jungen Unternehmer denken, so modern sind auch ihre Vertriebswege. Neben einem Shop-im-Shop-Stand in der Hamburger Neustadt sind dies Verkaufspräsentationen auf „grünen“ Messen und bei Jugend-Events sowie in erster Linie das Internet. Drei Prozent ihres Online-Umsatzes spenden die drei Hamburger an soziale Projekte. Zurzeit unterstützen sie ein Projekt, das armen Familien in Indien und Bangladesch bei der Errichtung von eigenen Küchengärten hilft. Beim Online-Handel macht sich dann wieder die Namensnähe von „recolution“ zu „revolution“ bezahlt. Robert: „Auf unserer Homepage landen schon häufig Besucher, die sich beim Googeln von „revolution“ vertippt haben, schließlich liegen das V und das C auf der Tastatur direkt nebeneinander. Einige davon bleiben dann bei uns. Sie sind uns ebenso willkommen wie die wachsende Zahl von Menschen, für die Nachhaltigkeit und Umweltschutz ebenso wie Genuss und Qualität zum Lebensstil gehören.“

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