Coffee Batak

Höchster Kaffeegenuss nach alter Tradition

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Das indonesische Archipel erstreckt sich am Äquator entlang in einer gemäßigten, regenreichen Zone und bietet mit seiner vulkanischen Erde beste natürliche Voraussetzungen für den Anbau des Kaffeebaums. Als Kaffeeproduzenten liegen die Inseln deshalb mittlerweile weltweit auf Rang drei, gleich hinter Brasilien und Kolumbien. Der Anbau von Kaffee hat hier eine sehr lange Tradition, besonders im Batakhochland in Nordsumatra. Anstelle riesiger Monokultur-Plantagen pflanzen hier Kleinstbauern den Kaffee in natürlicher Umgebung an, zusammen mit anderen Pflanzen wie Papaya, Banane, Tomate, Chili und Vanille. Auch die Ernte wird nach alter Tradition vorgenommen: Nur die reifen Früchte werden selektiv mit der Hand gepflückt und sonnengetrocknet.

 

Der gemischte Anbau macht die Felder weniger anfällig für Schädlingsbefall. So machen sich die Familienbetriebe die natürlichen Inhaltsstoffe der Nachbarpflanzen zu Nutze und können so auf Pestizide und Chemikalien verzichten. Auch die Ernte wird nach alter Tradition vorgenommen. Nur die reifen Früchte werden selektiv mit der Hand gepflückt und sonnengetrocknet: Nachdem die gepflügten Beeren mit einer handbetriebenen Schälmaschine von ihrem Fruchtfleisch getrennt wurden, werden diese sorgfältig gereinigt und handverlesen. Das Fruchtfleisch wird als Dünger wieder verwendet. Im Anschluss werden die Bohnen für 4-5 Tage an der Sonne getrocknet. Dabei werden die Bohnen mehrmals täglich im Freien gewendet und abends wieder geschützt. Durch das Trocknen löst sich die innere Bohne von der Haut. Danach werden die Bohnen mit einer Dreschmaschine von der Haut befreit und die Bohnen dann nochmals von Hand sortiert.

Durch die langjährige Erfahrung der Kleinbauern und den aufwändigen Herstellungsprozess erreicht der Coffee Batak Lintong eine besonders hohe Qualität. Ein ganz besonderer Kaffee ist zudem der "Kopi Luwak". „Kopi“ lautet das indonesische Wort für Kaffee. „Musang luwak“ ist die indonesische Bezeichnung für den Fleckenmusang, die Schleichkatzenart, welche den Kaffee so besonders macht: Diese frisst nämlich die reifen Früchte der Kaffeepflanze, kann jedoch nur das Fruchtfleisch verdauen. Die Bohnen werden wieder ausgeschieden, nachdem sie im Verdauungsprozess durch die Magensäure und Enzyme des Luwak auf eine besondere, natürliche Art und Weise fermentiert und veredelt worden sind. So entsteht das mild-würzige Aroma, welches den Kopi Luwak zu einem einzigartigen Geschmackserlebnis macht. Nur wenige Hundert Kilogramm "Kopi Luwak" werden jährlich gefunden, weshalb er als die seltenste Kaffeebohne der Welt gilt - eine echte Rarität.

 

Herbin Ringo ist Volksschullehrer und wohnt in den Bergen von Simalungun, dem Batakhochland. Als Lehrer verdient er zu wenig, um davon mit seiner Familie leben zu können. Allerdings hat seine Familie seit Generationen eine Kaffeeplantage. Daher sammelt er seit vier Jahren den "Kopi Luwak", jedoch hat er bisher Schwierigkeiten, diesen zu vertreiben. "Dazu fehlen mir Beziehungen und Kapital. Aber mein Prinzip ist, dass ich hart arbeiten muss, um meine Ziele zu erreichen. Ich bin sicher, dass uns so ein besseres Leben ermöglicht werden kann." Wie die anderen Bataks verwendet er keine Chemie im Anbau. Das ist bei den Bataks verpönt, weil sie ihre Lebensmittel nicht vergiften möchten. Er ist zuversichtlich, dass er mit CITACS und livingResponsible verlässliche und erfolgversprechende Partner gefunden hat.

Ziel ist es, den Erzeugern vor Ort einen fairen Preis für ihre hochwertigen Produkte anzubieten und so den traditionellen Anbau und die über Generationen weitergegebene Erfahrung zu bewahren. Momentan erwirtschaften die Kleinbauern nämlich nur sehr niedrige Gewinne, da Großteile davon den zahlreichen Zwischenhändlern zukommen. Deshalb steht im Mittelpunkt des Projektes das "Empowerment" der Kleinbauern, welche die Möglichkeiten des Direktverkaufs ausschöpfen wollen. Auch die Herstellungsbedingungen werden weiterentwickelt und verbessert, beispielsweise durch neue Maschinen zum Schälen der Kaffeefrüchte. Dies führt zu einer höheren Effizienz, welche durch die gemeinsame Nutzung im Rahmen von Kooperativen noch deutlich gesteigert wird. Die Einnahmen der Kampagne dienen weiterhin zur Gegenfinanzierung von Projekten zur Ausbildung der indonesischen Jugend, sowie zur Erhaltung von Landschaft und Kultur auf Sumatra.

 

Den Coffee Batak Lintong, direkt importiert von Herbins Plantage, können Sie zum ersten Mal auf dem Entrepreneurship Summit 2011 probieren. Dieser richtet sich an alle Interessierten und Freunde des Entrepreneurship und findet am 29. und 30. Oktober 2011 im Henry-Ford-Bau der Freien Universität Berlin unter der Leitung von Prof. Günter Faltin statt. Wir freuen uns darauf, Sie dort zu treffen und mit Ihnen den höchsten Kaffeegenuss nach alter Tradition zu erleben! Nach dem Start unserer Kaffeekampagne können Sie sich dann über livingResponsible Ihre ganz persönliche Kaffeegenuss sichern.

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